Lungenembolie

Unter Lungenembolie versteht man den Verschluss einer oder meherer Arterien in der Lunge. Für gewöhnlich aufgrund eines eingeschwemmten Blutgerinnsels. Oft stammt dieses Blutgerinsel aud einer Beinvene oder Beckenvene, wo sich eine Thrombose gebildet hat.

Lungenembolie: Was ist das?

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Lungenembolie

Eine Lungenembolie ist eine Verstopfung einer Lungenarterie. Die Lungenarterie transportiert Blut vom Herzen zum Lungengewebe. Aus diesem Grund wird diese Erkrankung auch Lungenarterienembolie genannt. Üblicherweise entsteht die Lungenembolie als Folge einer Thrombose. Liegt eine Thrombose vor und löst sich ein Blutgerinnsel ( das sog. Thrombus) ab, kann dieser in die Lunge gelangen. Unterschiedlich von der Größe des Blutgerinnsels kann es in der Lunge kleine oder große Lungenarterien verstopfen und somit einen Teil der Lunge vom Blutkreislauf abtrennen.
Weitere Möglichkeiten einer Lungenembolie können auch größere Brüche sein. In einem solchen Fall übertritt das fetthaltige Knochenmark in die Blutbahn und gelangt durch den Blutstrom zum Herzen in die Lungenarterien. Ebenfalls kann eine Lungenembolie entstehen, wenn eine größere Menge Luft ( Luftembolie) oder Fruchtwasser ( bei Schwangeren) in die Blutbahn gelangen.

Oft sind extrem kleine Gefäße verstopft, dass diese Lungenembolien kaum Symptome zeigen. Eine Lungenembolie wird dann oft rein zufällig bei einer anderen Untersuchung festgestellt. Einige Lungenembolien hingegen sind schwer, dass diese in kürzester Zeit zum Kreislaufstillstand führen können. Von fulminanter Lungenembolie ist die Rede, wenn ein großes Lungenareal betroffen ist.

Tödlich kann eine Lungenembolie dann sein, wenn beide Seiten de Lunge betroffen sind. Am häufigsten tritt eine Lungenembolie zwischen dem 80-85 Lebensjahr auf.

Was passiert beim Sauerstoffmangel im Blut?

Durch das Blutgerinnsel, welches die Arterie verstopft, wird der Blutfluss in der Lunge unterbrochen und das betreffende Areal nicht mehr ausreichend mit Blut unf Nährstoffen versorgt. Dadurch kann in diesem Bereich kein Blut mit Sauerstoff angereichert werden. Im gesamten Körper entwickelt sich ein Sauerstoffmangel. Dieset Sauerstoffmangel führt zur Atemnot und kann etliche andere Funktionen des Körpers beeinträchtigen.

Symptome

Welche Symptome können bei einer Lungenembolie auftreten?
Häufige Symptome einer Lungenembolie sind ( können, müssen aber nicht auftreten):

    • plötzlich auftretende Atemnot
    • Kreislaufschwäche
    • Brustschmerzen
    • eventuell Herzrasen
    • Angst – Unruhe
    • Schweißausbrüche
    • SchwindelMitunter können auch Herzrhythmusstörungen auftreten. Der Betroffene verspürt sein Herz „rasen“ oder er verspürt sein Herz „stolpern“. Sind sehr große Arterien von der Verstopfung betroffen oder ein großer Lungenbereich wird nicht mehr ordentlich durchblutet, kann es schnell zum Kreislaufzusammenbruch kommen ( in Form eines Schocks). Der Blutdruck ist niedrig. Dennoch versucht das Herz genügend Blut in alle Organe zu pumpen. Das Herz schlägt dadurch schneller. Die Gliedmaßen fühlen sich kühl an, da diese am wenigstens durchblutet werden. Eventuell können die Lippen, aufgrund des Sauerstoffmangels, sich bläulich färben.

      Lungenembolie: Vorboten

      Ehe ein Blutgerinnsel eine großere Lungenarterie verstopft, können sich kleine Teile des Blutgerinnsels lösen und kleinere Lungengefäße verstopfen. Diese „kleinen“ Verstopfungen können eventuell bereits Symptome auslösen, wie: Brustschmerzen, Husten, Schwindel/Ohnmacht, pfeifende Atmung. Derartige Symptome, auch wenn diese bei anderen Krankheiten auch auftreten können, sollten stets ernst genommen werden.

      Sollten Betroffene derartige Symptome haben und bereits an einer Beinvenenthrombose leiden, ist eine Lungenembolie wahrscheinlich.

      Lungenembolie in Folge einer Beinvenenthrombose

      Am häufigsten tritt eine Lungenembolie als Folge einer Beinvenenthrombose auf. Folgende Faktoren bergen das Risiko einer Beinvenenthrombose:

    • Übergewicht
    • Rauchen
    • Anti-Baby-Pille oder Hormonersatztherapien
    • Einschränkung der Bewegung (Gips, Bettlägerigkeit etc.)
    • längeres Sitzen ( z.B. Flugreisen)
    • Herz- und Lungenerkrankungen
    • Operationen, vor allem am Unterleib, Hüftgelenk oder Kniegelenk
    • Gerinnungsstörungen des Blutes
    • höheres Lebensalter

Behandlung der Lungenembolie

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Lungenembolie

Eine Lungenembolie wird ähnlich wie eine tiefe Beinvenenthrombose behandelt. Liegt eine große Lungenembolie vor, wird die Lungenembolie mit Medikamenten behandelt, welche das enstandene Blutgerinnsel auflösen. Meist erfolgt die Behandlung einer großen Lungenembolie auf der Intensivstation, da dies überwacht werden muss.
In der Regel dauert ein stationärer Aufenthalt zwischen 5 – 7 Tagen. Treten Komplikationen auf, muss die Behandlung verlängert werden. Zu einer Komplikation zählt unter anderem die Lungenentzündung.

Arzneimittel die das Blutgerinnsel auflösen

Meist wird eine Lyse – Behandlung bei einer großen Lungenembolie notwending. Durch die Lyse – Behandlung wird die verstopfte Lungenaterie wieder geöffnet. Die Versorgung durch Sauerstoff normaliersiert sich.

Gerinnungshemmende Medikamente

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung einer Lungenembolie ist, das gerinnungshemmende Medikament Heparin zu verabreichen. Heparin wird in Form einer Infusion über die Vene oder als Spritze gegeben. Mit diesem Medikament kann der Bildung von Gerinnsel vorgebeugt werden.
Ein weiteres gerinnungshemmndes Arzneimittel ist Marcumar. Dies wird in Form von Tabletten verabreicht. Fragen Sie immer Ihren Arzt.