Sarkoidose

Unter Sarkoidose versteht man eine entzündliche Erkrankung. Die Sarkoidose ist auch bekannt unter den Namen Morbus Boeck. Die Ursachen der Sarkoidose sind bislang unbekannt. Die klassischen Merkmale der Sarkoidose sind knotenförmige Gewebeveränderungen. Am meisten ist die Lunge von diesen knotenförmigen Gewebeveränderungen betroffen.

Diese Erkrankung äußert sich vor allem durch chronischen Reizhusten und möglicher Atemnot. Oft jedoch verläuft die Sarkoidose symptomfrei.
Nicht nur die Lunge kann von der Sarkoidose betroffen sein. Auch andere Körperteile können erkranken. Dabei sind die Symptome unterschiedlich, je nach betroffenen Körperteil. Bei der Sarkoidose wird zwischen der akuten Sarkoidose und der chronischen Sarkoidose unterschieden.

Ursachen

Die Ursachen einer Sarkoidose sind bis heute nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass die Faktoren, lunge, therapie erkrankung lymphknoten syndrom, diagnose, informationen krankheitdie die Sarkoidose hervorrufen, verschieden sind. Viele Betroffenen erleiden die Sarkoidose an den Atmenwegen. Aufgrund dessen, wird vermutet das beim Atmen schädliche Substanzen eingeatmet wurden. Dies können z.B. Staub, Chemikalien, Pollen, Viren etc. sein.

Auch genetische Faktoren könnten eine Rolle spielen, wie z.B. Morbus Boeck. Ärzte konnten Veränderungen im Erbgut bei Vorliegen der Sarkoidose beobachten.
Es wurden Veränderungen am Chromosom 6 und Chromosom 16 entdeckt, welches das Risiko an Sarkoidose zu erkranken erhöhen.

Symptome

Bei der Sarkoidose werden zwei Formen unterschieden. Einmal die akute und einmal die chronische Sarkoidose. Je nach Stadium und Form der Sarkoidose unterscheiden sich die Symptome.

Akute Sarkoidose

Ungefähr 5 % der Sarkoidose Erkrankungen macht die akute Sarkoidose aus. Sie tritt ziemlich plötzlich auf. Mehrheitlich dieser Fälle heilt folglos aus. Gelegentlich kann diese Form der Sarkoidose in einer chronische Sarkoidose übergehen. Am meisten sind junge Frauen von dieser Form der Sarkoidose betroffen. Die akute Sarkoidose wird auch als Löfgren-Syndrom bezeichnet.
Typische Symptome sind Fieber und Abgeschlagenheit. Diese Symptome treten in Kombination mit 3 klassischen Symptomen auf:

  • Hautveränderungen, Knotenrose
  • Gelenkentzündung
  • Lymphknotenschwellung im Bereich beider Lungen

Chronische Sarkoidose

Ungefähr 95 % der Sarkoidose Erkrankungen macht die chronische Sarkoidose aus. Etwa die Hälfte der Erkrankten haben keinerlei Beschwerden oder Symptome.
lunge, therapie erkrankung lymphknoten – syndrom, diagnose, informationen krankheitBei den meisten Erkrankten sind die Lumphknoten und die Lunge betroffen. Oft wird rein zufällig bei einer Röngtenuntersuchung die Diagnose gestellt.
Die Symptome einer chronischen Sarkoidose sind Reizhusten und Atemnot bei Belastung. Weitere Symptome sind:

    • Abgeschlagenheit, Müdigkeit
    • leichtes Fieber
    • Verlust des Gewichtes
    • Gelenkschmerzen

Da die Sarkoidose unterschiedliche Körperstellen betreffen kann, sind die Symptome diesbezüglich auch unterschiedlich.

Haut

Typische Anzeichen für eine chronische Morbus – Boeck sind gewisse Hautveränderungen.
Lupus pernio versteht man eine bläuliche Verfärbung der Haut. Oft zeigt sich der Lupus pernio an Wangen und Nase.
Bei der Narbensarkoidose verfärben sich die Narben.

Herz

Das Herz kann bei dieser Erkrankung unterschiedlich schwer betroffen sein. Ist das Herz nur leicht befallen, verursacht es noch keine Symptome. Ein schwererer Befall kann eine Herzrhythmusstörung oder eine Herzschwäche verursachen.

Augen

Eine chronische Sarkoidose kann das Auge befallen und eine Entzündung der Iris hervorrufen. Symptome hierbei sind Augenschmerzen, vor allem bei hellen und grellen Licht.

Leber und Milz

Ist die Leber und die Milz von einer Sarkoidose betroffen, entstehen so keinerlei Symptome; auch die Organfunktionen sind nicht beeinträchtigt. Dennoch können die Leberwerte im Blut erhöht sein..

Nieren

Kalzium wird in höheren Maßen durch den Harn ausgeschieden, wenn die Nieren von einer Sarkoidose betroffen sind. Harnsteinbildung wird begünstigt.

Zentrales Nervensystem

Ist das zentrale Nervensystem durch die Sarkoidose betroffen, kann es häufiger zur Hirnhautentzündungen kommen, als auch zur Lähmung der Gesichtsnerven.

Diagnose und Untersuchung

Besteht der Verdacht einer Sarkoidose ist ein Spezialarzt für Lungenkrankheiten die richtige Anlaufstele. Es wird zunächst in einem klärenden Gespräch die Krankengeschichte erfasst. Neben möglichen vorhandenen Symptome, ist es auch wichtig zu wissen, ob Sarkoidose bereits in de Familie vorgekommen ist.
Der Arzt wird sicherlich nach bestehenden Reizhusten fragen, welche Symptome vorliegen und seit wann diese Symptome da sind; Fragen auf eventuelle Hautveränderungen, etc.

Bei der körperlichen Untersuchung wird vor allem die Lunge und die Haut begutachtet. Denn das sind die zwei Körperstellen, welche von dieser Erkrankung am meisten betroffen sind.
Sofern auffällige Hautveränderungen gegeben sind, wird ggf. eine Gewebeprobe genommen und weiter untersucht. Unter dem Mikroskop zeigt sich bei Morbus Boeck typischerweise Granulome. Granulome sind knotenartige Veränderungen in den Zellen.

Auch weitere Untersuchungen sind nötig, um die Sarkoidose festzustellen. Vorallem das Röngten des Brustkorbes kann Aufschluss über eine mögliche Erkrankung geben, sowie die Untersuchung des Blutes.

Beim Röngten des Brustkorbes zeigen sich typische Veränderungen der Lunge. Die Lymphknoten sind im Bereich der Hauptbronchien und der bihiläre Lymphadenopathie vergrößert.

Bei der Blutuntersuchung sind die Entzündungswerte erhöht, sofern eine Sarkoidose vorliegt. Vor allem die Bestimmung des ACE ( Angiotensin-konvertierendes Enzym) ist wichtig, da man anhand dessen einschätzen kann wie aktiv die Boeck Morbus ist.

Behandlung

Nicht immer ist eine Behandlung notwendig.
Bei mehr als 95 % der Erkrankten heilt die akute Sarkoidose innerhalb von 2 Jahren alleine ab. Dafür ist keine Therapie notwendig. Selbst die chronische Sarkoidose kann von alleine abheilen. Dies ist jedoch seltener der Fall und hängt vom Typ des Morbus Boeck ab. Eine Heilung ohne Therapie liegt hier bei etwa 20 – 70 %.

Ist der Kalziumspiegel erhöht und begünstigt damit die die Entstehung der Harnsteine, ist eine Therapie therapie, erkrankung, lunge, diagnose,  informationen krankheit notwendig. Ebenso bei einem Befall von Augen, Herz, zentrales Nervensystem usw. Leidet der Erkrankte an den Beschwerden des Morbus Boeck müssen diese auch behandelt werden.

Ist eine Behandlung und Therapie notwendig, erfolgt diese anhand der auftretenden Beschwerden.
Bei der akuten Sarkoidose werden primär nicht-steroidale Medikamente eingesetzt. Dazu zählen z.B. Ibuprofen und Acetylsalicylsäure. Beide wirken fiebersenkend und entzündungshemmend.
Liegt eine chronische Sarkoidose vor, kommen Medikamente zum Einsatz, die das Immunsystem beeinflussen.

Kortison ist eines der wichtigsten Medikamente zur Behandlung eines Morbus Boeck. Der Körper produziert bereits von sich aus Kortison in der Nebennierenrinde. Führt man Kortison noch künstlich hinzu, kann das Kortison körpereigene Entzündungsreaktionen effektiv hemmen.